Die Bürgerhäuser

Der Neue Markt wird um 1234 erstmals urkundlich erwähnt. Er war ein bewegtes Handelszentrum am Rande der Siedlung, die Wien damals war. Mit der Bezeichnung "Neuer Markt” traf man zunächst eine Unterscheidung zum "Alten Fleischmarkt”. Weil am Neuem Markt hauptsächlich mit Getreide und Mehl gehandelt wurde, hielt sich der volkstümliche Ausdruck "Mehlgrube” bzw. "Mehlmarkt” bis ins 20. Jahrhundert. Im 14. und 15. Jahrhundert reichte der Neue Markt übrigens noch bis zur Kärntnerstraße. Im 16. Jahrhundert errichteten die Wiener in der Mitte des Platzes einen Pranger. Bäckergesellen, die einen Betrug an "Maß und Gewicht” begingen, wurden öffentlich "angeprangert”. Im späteren 17. Jahrhundert entstanden zahlreiche Paläste und Bürgerhäuser, z. B. das Palais Schwarzenberg, das später demoliert wurde. Winterlichen Freuden gaben sich die Wiener im 18. Jahrhundert hin, als der Neue Markt ein beliebter Platz für Schlittenfahrten wurde.