Sammelklagen

Worum ging's?

Während der Naziherrschaft wurden ausländische Arbeitskräfte nach Österreich ver-schleppt, teilweise in Konzentrationslager oder Kriegsgefangenenlager gebracht und zur Zwangs- und Sklavenarbeit gezwungen. Abgesehen von den unmenschlichen Bedingungen dieser Arbeit wurde ihnen der Lohn verwehrt. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich werden Unternehmen und die Regierung mit Forderungen der Zwangsarbeiter konfrontiert. Es geht um die Bezahlung des gerechten Lohnes.

In den USA fanden sich gewiefte Rechtsanwälte, die verschiedene sogenannte "Sammelklagen” einbrachten bzw. mit der Einbringung solcher Maßnahmen drohten. In den USA kann ein Anwalt, auch wenn er nur einen Betroffenen vertritt, beantragen, als Sammelkläger anerkannt zu werden, somit stellvertretend für alle Personen, die gleichartige Ansprüche stellen können, einschreiten zu können. Auf der Basis derartiger Klagen versuchen die Anwälte dann Vergleiche zu erzwingen. Das Besondere an diesen Klagen ist, dass sie aus den USA geführt werden können und österreichische Unternehmen somit in einem fremden Land nach einer fremden Rechtsordnung geklagt werden können.

Dr. Georg Zanger wurde von dem Verein der im Dritten Reich geschädigten Polen, dem derzeit noch etwa 20.000 ehemalige Zwangsarbeiter angehören, beauftragt, deren Forderungen durchzusetzen.

Frage der Verjährung

Ansprüche von NS-Opfern verjähren nie

Rechtssicherheit für die österreichische Industrie

Wir sollten eine Sammelklage in Österreich einbringen