Die Aufführung von Theaterstücken

Autor und Regisseur: Ein alter Konflikt

Worum ging's?

"Herzlich Willkommen", ein Stück von Käthe Kratz, sollte 1995 in einem Wiener Theater zur Aufführung gelangen. Die Autorin war mit der - wesentlich inhaltsverändernden - Verkürzung des Textes nicht einverstanden und beauftragte Dr. Georg Zanger, die ihr zustehenden Rechte als Urheberin zu verteidigen.

 Die Lösung:

Mit einer Einstweiligen Verfügung erwirkte Dr. Zanger, dass "Herzlich Willkommen" vom Spielplan genommen werden musste. Da die Autorin als Urheberin sämtliche Rechte an der Veröffentlichung hat, musste sie gefragt werden, wenn ihr Stück bearbeitet wird. Der Regisseur darf zwar Änderungen vornehmen, die nach Art und Zweck der Werknutzung notwendig sind, er darf das Werk aber nicht in herheblichem Maße verändern.

Dazu meint Dr. Zanger:

"Auch wenn Regietheater Überhand nimmt, darf die Veränderung eines Stückes nicht soweit führen, dass ein anderes Werk vorliegt."