Sprache in Echtzeit von und für jedermann

Bevor die Sprachtelefonie mittels Festnetz liberalisiert wurde, war diese per Mobilnetz bereits 1996 möglich.

Worum ging's?

Bevor die Sprachtelefonie mittels Festnetz liberalisiert wurde, war diese per Mobilnetz bereits 1996 möglich. Auch waren die Kabel-TV-Netze dem allgemeinen Markt früher freigegeben. Seit dem 1.1.1998 hat jeder alternative Anbieter Anspruch darauf, im Rahmen einer Konzession Festnetzsprachtelefonie zu erbringen.

Die Lösung:

Das TKG 1997 teitl die Telekomdienste in anzeige- und bewilligungspflichtige ein. Internet-Dienste, Call-back-Dienste, aber auch die Sprachtelefonie über Internet (zumindest derzeit wegen mangelnder Echtzeitübertragung) unterliegen der Anzeigeverpflichtung. Zu letzteren sind unter anderem die Sprachtelefonie für die Öffentlichkeit über Fest- und Mobilnetz und das Anbieten von Mietleitungen zu zählen. Über den Antrag zur Erbringung der Sprachtelefonie entscheidet eine neu eingerichtete Regulierungsbehörde. Diese ist eine Kollegialbehörde mit richterlichem Einschlag und unterteilt sich in die Telekom Control GmbH und die Telekom Control Kommission. Letztere ist für explizit im Gesetz angeführte Bereiche zuständig (wie etwa für die Konzessionserteilung, aber auch für Streitigkeiten hinsichtlich des Netzzuganges), welche sich vor allem durch den dadurch erfolgenden Eingriff in "Civil Rights" auszeichnen. Für sämtliche andere Agenden ist die GmbH beauftragt. Die Praxis hat gezeigt, dass es sich hier um eine äußerst flexible, junge Behörde handelt, deren Entscheidungen richtungsweisend für den Wettbewerb am Telekommarkt sind.