Täglich Alles: Was in Klestils Klage stand

Kurt Falk zahlt eine Million

Worum ging's?

Die Tageszeitung "Täglich Alles" hat 1996 im Zuge der damals schweren Erkrankung des Bundespräsidenten trotz gegenteiliger Information durch die behandelnden Ärzte von einer möglichen Infektion mit der Immunschwächekrankeit AIDS berichtet. Der Zweck war offensichtlich. Mit dieser bisher in der österreichischen Medienlandschaft wohl einzigartigen Berichterstattung konnte nicht nur die Auflage gesteigert werden; die Schlagzeilen von "Täglich Alles" waren Gesprächsthema Nr. 1.

Die Lösung:

Die Kanzlei Dr. Zanger hat im Auftrag des Bundespräsidenten eine Klage verfasst, mit der juristisches Neuland betreten wurde. "Täglich Alles" sollte verurteilt werden, ATS 10 Mio. an Strafschaden, dem sogenannten "punitive damage", zu bezahlen. Dieser pauschalierte "Strafschaden" entstammt dem US-amerikanischen Rechtskreis. Dr. Georg Zanger begründete sein Begehren damit, dass zumindestens jener Gewinn, der mit der falschen Schlagzeile durch die Umsatzsteigerung bewirkt wird, herausgegeben werden muss. "Täglich Alles" hat - um einer Verurteilung zu entgehen - freiwillig ATS 1 Mio. an die "Lebenshilfe" überwiesen und die Aussage widerrufen.

Dazu meint Dr. Zanger:

"Kein Medium darf mit falschen Meldungen Profit machen."